VKU ab 2027: Alle Änderungen im Überblick
Am 1. Januar 2027 tritt die revidierte Verordnung über den Verkehrskundeunterricht in Kraft. Für alle, die den Führerausweis machen, ändert sich die Reihenfolge der Ausbildung – und für den Kurs selbst die Aufteilung. Hier steht, was gilt, ab wann es gilt und was du daraus machst.
Kurz zusammengefasst
- Ab 1. Januar 2027 muss der VKU vor der Theorieprüfung absolviert sein – bisher kam er danach.
- Die vier Unterrichtsblöcke müssen neu auf vier separate Tage verteilt werden. Die Gesamtdauer bleibt bei acht Lektionen.
- Block 1 muss zuerst besucht werden, die Blöcke 2 bis 4 sind danach frei kombinierbar.
- Fahrerassistenzsysteme werden neuer Pflichtinhalt.
- In der Theorieprüfung werden künftig auch VKU-Inhalte abgefragt.
- Ein vor 2027 absolvierter VKU bleibt gültig und muss nicht wiederholt werden.
Stand: 31. August 2026. Massgebend ist der Verordnungstext des Bundesamts für Strassen (ASTRA).
Warum kommt der VKU neu vor die Theorieprüfung?
Der Gedanke dahinter ist einfach: Wer im VKU gelernt hat, wie Unfälle entstehen, wie man Gefahren erkennt und was Ablenkung im Strassenverkehr anrichtet, geht mit mehr Verständnis in die Theorieprüfung – und nicht nur mit auswendig gelernten Fragen. Deshalb wird der Kurs vorgezogen und sein Stoff in der Prüfung mitgeprüft.
Die Reihenfolge der Ausbildung sieht ab 2027 so aus:
- Nothelferkurs und Sehtest
- Verkehrskundeunterricht (VKU)
- Theorieprüfung
- Lernfahrausweis
- Fahrstunden und praktische Prüfung
Bisher stand der VKU zwischen Lernfahrausweis und praktischer Prüfung. Er rutscht damit vom Mittelteil an den Anfang der Ausbildung.
Was bedeutet die Aufteilung auf vier Tage?
Der VKU besteht heute wie künftig aus vier Unterrichtsblöcken zu je rund zwei Stunden. Neu dürfen diese Blöcke nicht mehr gebündelt werden: Jeder Block muss an einem eigenen Tag stattfinden, neu ausdrücklich inklusive einer zehnminütigen Pause. Der Gedanke ist, dass der Stoff über mehrere Tage besser hängen bleibt.
Für dich als Teilnehmer heisst das konkret: Der heute verbreitete Kompaktkurs an zwei Tagen – etwa an einem Wochenende oder an zwei Abenden – ist ab 2027 nicht mehr zulässig. Du planst stattdessen vier Termine ein.
Eine Erleichterung gibt es: Nur Block 1 ist in der Reihenfolge fixiert. Die Blöcke 2, 3 und 4 kannst du danach in beliebiger Reihenfolge besuchen. Bei einem Anbieter mit vielen Terminen lässt sich der Kurs damit flexibel über mehrere Wochen legen.
Was ist neu am Kursinhalt?
Neu behandelt der VKU verpflichtend die Fahrerassistenz- und Automatisierungssysteme moderner Fahrzeuge: wie Spurhalteassistent, Notbremsassistent und adaptiver Tempomat funktionieren, wo ihre Grenzen liegen und warum sie die Verantwortung am Steuer nicht ersetzen. Das ist eine sinnvolle Ergänzung – die meisten Neuwagen sind heute voll davon, und Fehleinschätzungen dieser Systeme sind eine reale Unfallursache.
Gilt der VKU, den ich 2026 gemacht habe, noch?
Ja. Ein nach geltendem Recht absolvierter VKU behält seine Gültigkeit, du musst ihn nicht wiederholen. Seit 2021 absolvierte Kurse sind zeitlich unbegrenzt gültig – es gibt also keine Frist, innerhalb derer du die Prüfung ablegen müsstest.
Soll ich den VKU jetzt noch machen oder bis 2027 warten?
Wenn du deine Ausbildung ohnehin in den nächsten Monaten startest, spricht einiges dafür, den VKU noch 2026 zu absolvieren. Der Kurs lässt sich heute an zwei Tagen erledigen – ab 2027 brauchst du vier Termine. Wer wenig Zeit hat, von weiter her anreist oder den Kurs an einem Wochenende hinter sich bringen will, hat 2026 die deutlich bequemere Variante.
Umgekehrt gilt: Wer erst 2027 oder später mit der Ausbildung beginnt, macht den VKU gleich zu Beginn – und hat den Vorteil, dass er mit dem Kursstoff besser vorbereitet in die Theorieprüfung geht.
Was ändert sich für Fahrschulen?
Für Anbieter bedeutet die Revision spürbar mehr Aufwand: Aus zwei Kurstagen werden vier Termine, das Terminraster wird dichter und die Lehrmittel müssen auf die neuen Inhalte umgestellt werden. Kantone, Fahrschulen und Lehrmittelhersteller haben bis zum 1. Januar 2027 Zeit für die Umstellung.
Häufige Fragen zum VKU ab 2027
Ab wann gilt die neue Regelung genau?
Ab dem 1. Januar 2027. Bis dahin gilt das heutige Recht unverändert.
Muss ich den VKU ab 2027 vor der Theorieprüfung machen?
Ja. Die Reihenfolge lautet ab 2027: VKU, dann Theorieprüfung, dann Lernfahrausweis und Fahrstunden.
Werden VKU-Inhalte in der Theorieprüfung geprüft?
Ja. Die Theorieprüfung enthält künftig auch Fragen aus dem VKU – etwa zu Unfallentstehung und Gefahrenerkennung, Fahrfähigkeit und Ablenkung, rechtlichen Grundlagen sowie Umwelt und Energieeffizienz.
Sind Wochenendkurse ab 2027 noch erlaubt?
In der heutigen Form nicht. Die vier Blöcke müssen auf vier separate Tage verteilt werden. Ein Kurs an zwei Tagen ist damit nicht mehr zulässig.
Wird der VKU länger?
Nein. Es bleibt bei acht Lektionen in vier Blöcken. Nur die Verteilung auf die Tage ändert sich.
Muss ich meinen bereits absolvierten VKU wiederholen?
Nein. Ein vor dem 1. Januar 2027 absolvierter Kurs bleibt gültig.
Ändert sich der Preis?
Die Verordnung macht keine Preisvorgaben. Bei uns kostet der VKU heute CHF 99.– inklusive Lehrmittel und Bestätigung. Wie es 2027 aussieht, hängt vom höheren Organisationsaufwand ab – seriös vorhersagen lässt sich das heute nicht.
Weiterlesen
Was der Kurs heute kostet und was alles inbegriffen ist, steht unter Was kostet der VKU?. Den kompletten Weg zum Führerausweis im Kanton Zürich mit allen Schritten, Fristen und Gebühren findest du unter Führerausweis Kanton Zürich. Welche Themen die vier Kursteile abdecken, zeigt die Seite Kursinhalt.
Quellen: Bundesamt für Strassen ASTRA (Revision der Verkehrskundeverordnung), L-drive Schweiz, 20 Minuten. Stand: 31. August 2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsauskunft – im Zweifel gilt der Verordnungstext.
Den VKU noch 2026 an zwei Tagen erledigen
Wöchentlich neue Kurse in Zürich, abends oder am Wochenende. CHF 99.– alles inklusive, sofortige Bestätigung.
Alle Kurstermine ansehen →